Just as squirrels prepare for the winter, the EU also wants to better cope with crises in the future with the help of stockpiling. (Photo: Fineblick/stock.adobe.com )
Just as squirrels prepare for the winter, the EU also wants to better cope with crises in the future with the help of stockpiling. (Photo: Fineblick/stock.adobe.com )
2025-11-18

Pandemics, conflicts, natural disasters: There are many threat scenarios that, in any case, affect not only individuals but entire countries, societies and regions. To be better prepared for unforeseen events in the future, the European Commission on 9 July 2025 adopted the EU stockpiling strategy. The concept, according to the body, is intended to improve access to essential goods for citizens, businesses and economies in the EU and thus ensure supply at all times — especially in crises such as major power outages, natural disasters and armed conflicts.

As the Commission stated in the summer of this year, it has come to the conviction that the crises of the past years — whether the coronavirus pandemic, Russia's war of aggression

against Ukraine, cyberattacks or the prevailing trade conflicts and supply-chain bottlenecks — are unprecedented in the European Union and have long-lasting effects on EU member states. The adequate supply of basic goods, but also of energy and raw materials, can therefore no longer be regarded as self-evident from the EU's perspective. Therefore, for the first time in the history of the Union, a comprehensive and EU-wide stockpiling concept for vital goods such as food, water, oil, fuels and medicines is deemed necessary.

Die Strategie orientiert sich dabei an den Grundprinzipien der Solidarität, Transparenz, Rechenschaftspflicht und des gerechten Zugangs zu Ressourcen in der gesamten EU. Diese seien für die Gewährleistung der Gleichstellung aller, insbesondere unter schwierigen Umständen, von entscheidender Bedeutung, so

die Kommission. In Anlehnung an die Strategie für eine Union der Krisenvorsorge geht das Bevorratungskonzept nach den Worten der EU-Kommission auch mit einem Umdenken einher: weg von einem reaktiven, sektorspezifischen Krisenmanagement, hin zu einem proaktiven, flexiblen und besser integrierten Vorsorgeansatz.

Fehler nicht wiederholen

Denn in der Vergangenheit sei eine ausreichende Krisenvorsorge insbesondere an einem fehlenden einheitlichen Verständnis geeigneter Bevorratungsmechanismen sowie mangelnder Kommunikation und grenzüberschreitender Zusammenarbeit gescheitert, wie die Kommission im Juli einräumte. Deshalb möchte die EU über die neue Bevorratungstrategie alle relevanten Parteien einbeziehen und sektor- sowie länderübergreifend arbeiten.

Roxana Mînzatu, Exekutiv-Vizepräsidentin für soziale Rechte und Kompetenzen, hochwertige Arbeitsplätze und Vorsorge, sagte anlässlich der Vorstellung der Strategie:

„Heute veröffentlichen wir die ersten beiden Ergebnisse unserer Strategie für eine krisenfeste Union.

Unser Ziel ist klar: den Menschen zu schützen. Vorsorge ist eine kollektive Verantwortung, und in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsstaaten kann die EU einen echten Unterschied machen. Unabhängig davon, ob wir Naturkatastrophen oder biologischen Bedrohungen ausgesetzt sind, müssen wir sicherstellen, dass lebenswichtige Güter verfügbar bleiben.“

Dazu beitragen soll Mînzatu zufolge ein neues Netzwerk, das vorausschauende Lagerhaltung und Kosteneffizienz in Einklang bringt. Insgesamt wolle die EU durch diese Maßnahmen die eigene strategische Autonomie stärken, und „durch die Verbesserung unserer eigenen Reserven und Produktion machen wir uns weniger abhängig, wenn es darauf ankommt“. Mit welchen Maßnahmen die Europäische Union ihre Bevorratungsstrategie vorantreiben möchte und wie Experten das Konzept einschätzen, lesen Sie in der Titelstory der LOGISTIK HEUTE-Ausgabe 11/2025, die am 12. November erschienen