The commercial vehicle market is undergoing a profound transformation driven by regulatory requirements for electrification, steady growth in e-commerce, and the rise of individual delivery services and shared mobility. Worldwide, according to Straits Research, demand for light commercial vehicles is expected to rise from 548 billion USD in 2024 to an estimated 857 billion USD in 2033. This corresponds to an average annual growth rate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) of 5.1 percent. For mid-mile delivery vehicles, The Business Research Company projects global growth to 183.62 billion USD by 2029. This corresponds to a CAGR of 10.1 percent.
This growth opens immense opportunities for commercial vehicle manufacturers, but also brings challenges that have not yet been seen. This is most evident in the growing need for flexible, networked and highly customizable vehicle platforms. Conventional vehicle constructions are increasingly reaching their limits due to their static architecture. The future belongs here to software-defined vehicles (Software Defined Vehicles, SDVs). Their digital flexibility enables OEMs to dynamically adapt them to different use cases, and at significantly lower costs and less effort.
Branchenaufschwung bringt neue Bedürfnisse
The growth of e-commerce and on-demand services has drastically changed the mobility landscape. Light and medium-duty commercial vehicles are at the center of this transformation: they form the backbone for last- and middle-mile delivery, integrated transport, and specialized mobility solutions. The diverse use cases and requirements of these vehicles pose manufacturers a challenging task: They must capitalize on the industry upswing while also meeting the very different needs of their customers. These special needs, ranging from grocery delivery to passenger transport, lead to individual technical requirements. These include, for example, climate-controlled cargo spaces for perishable goods, safety and ride comfort features for passengers, and specific driving dynamics configurations for off-road use.
Ziel: Ausfallzeiten minimieren
Especially for commercial vehicles, the requirements of fleet operators are central. They require advanced, AI-assisted and powerful digital services, for example for predictive maintenance, in order to specifically minimize vehicle downtime. Other application areas in this context are driver training or
individually customizable settings to improve driver comfort and efficiency. Many fleet operators also use aftermarket solutions to retrofit vehicles for targeted tasks. OEMs must therefore both offer adaptable vehicles and ensure their compatibility with third-party systems.
Digitalisierung ist Wettbewerbsvorteil
Conventional vehicle platforms have thus far been built statically; adapting to new needs is currently still mainly achieved through retrofits. This limits OEMs' ability to generate added value and effectively meet customer requirements. However, with the use of SDV technologies, new paths are opening today: vehicle platforms can now be configured software-based and thus provide the flexibility needed to meet changing requirements.
The transition to SDV technologies enables OEMs to offer flexible vehicle platforms. In this way they can support a variety of use cases and provide integrated AI-capable digital services that meet the changing needs of fleet operators. In addition, manufacturers can integrate hardware and software adjustments from the factory into their own ecosystem, thereby unlocking value potential for themselves that had previously been reserved for aftermarket providers.
Drei Schlüsselbereiche für softwaregesteuerte Innovation:
SDV-Technologien revolutionieren Fahrzeugplattformen und sorgen für einen Wandel von statischen, hardwaredefinierten Systemen hin zu dynamischen, softwaredefinierten Architekturen. Diese Transformation findet primär in drei Schlüsselbereichen statt.
- Ethernet-basierte E/E-Architekturen: Flexibilität auf Systemebene
Ethernet-basierte Fahrzeugnetzwerke bieten eine beispiellose Flexibilität für elektrische/elektronische (E/E) Architekturen und ermöglichen die schnelle Konfiguration der Konnektivität im Fahrzeug, um sich an Änderungen in den Fahrzeugsystemen anpassen zu können. Dank dieser erhöhten Konfigurierbarkeit können Fahrzeugmodule, Sensoren und Aktoren effizienter hinzugefügt, geändert oder entfernt werden, sodass OEMs die jeweils neuesten Technologien und Funktionen schnell in ihre Fahrzeugplattformen integrieren können. Darüber hinaus reduzieren moderne, IP-basierte Netzwerke die Komplexität und Kosten der Fahrzeugverkabelung, vereinfachen Updates und Reparaturen, reduzieren Fahrzeugausfallzeiten und verbessern die Gesamteffizienz der Flotte.
- Entkoppelung von Software und Hardware
The separation of software from hardware enables rapid cloud-native development and deployment of new functions using Common Computing, a service-oriented framework, modular microservices, and containers.
Durch die Kombination von serviceorientierter Architektur (SOA), Microservices und Containern lassen sich die Funktionen flexibel über mehrere Domänengrenzen hinweg nahtlos integrieren –
effizient gesteuert mithilfe schlanker Software-Richtlinien. Funktionen aus Karosserie, Antrieb, Fahrwerk, ADAS oder Infotainment (IVI) können zu ganzheitlichen Fahrerlebnissen kombiniert werden.
Dank modularer, leicht zu integrierender Anwendungen und Dienstleistungen können OEMs ihren Kunden auch während der Nutzung der Fahrzeuge durch Updates kontinuierlich maßgeschneiderte Funktionen und Fähigkeiten anbieten. Dadurch können die Hersteller den Leistungsumfang ihrer Fahrzeuge verbessern und gleichzeitig ihre eigenen Umsatzmöglichkeiten steigern.
- Standardisierung und intelligentes Datenmanagement
Durch die Normierung und Konsolidierung fahrzeugweiter Daten und Speicher können SDVs Daten aus fahrzeugweiten Systemen und Quellen, einschließlich CAN- und Ethernet-ECUs, Log-Dateien, Sensor-Feeds und Bilddaten, effizient erfassen sowie speichern und so einen granularen Datenzugriff ermöglichen. Software-konfigurierbare Fahrzeugdaten und Speicher erlauben OEMs darüber hinaus intelligentere Datenerfassungsstrategien anwenden, um Daten auf der Grundlage spezifischer Ereignisse oder Bedingungen zu erfassen. Dies ermöglicht Anwendungen wie vorausschauende Wartung, Ferndiagnose und Komponentenoptimierung. Mittels dynamischem Datenmanagement können OEMs zukünftig in allen Bereichen ihres Geschäfts – von der Produktentwicklung und -verbesserung bis hin zu wertschöpfenden Aftermarket-Services für Flottenkunden – datengesteuert arbeiten.
Software löst Marktherausforderungen
Software-konfigurierbare Fahrzeugarchitekturen, Anwendungen und Dienste ermöglichen es OEMs, wachsende Kundenbedürfnisse mit größerer Agilität und geringeren Kosten zu bedienen. Softwaredefinierte Netzwerke und modulare Anwendungen ermöglichen OEMs den Aufbau vielseitiger Fahrzeugplattformen sowie gemeinsamer Plattformen für mehrere Fahrzeugtypen, die sich leicht an verschiedene Kundensegmente anpassen lassen. Während der laufenden Produktion können OEMs beispielsweise dank der Netzwerkflexibilität die Steuerungen für Klimaanlage, Beleuchtung und Infotainment-Display einer einzigen Basisplattform einfach anpassen, um so etwa optimalen Komfort für den Transport von Passagieren oder einen sicheren und effizienten Transport von Fracht zu gewährleisten. Die modularen Anwendungen ermöglichen darüber hinaus nicht nur die nahtlose Integration zwischen derartigen Steuerungen und fahrzeuginternen IVI-Systemen, sondern sie unterstützen gleichzeitig deren Orchestrierung, um schnell segment-spezifische Funktionen erstellen zu können.
Elektronische Steuerung von Assistenz und Fahrzeugfunktionen
Da Fahrzeugsysteme wie Kabinensteuerungen, ADAS und IVI zunehmend elektronisch gesteuert werden, ermöglichen SDV-Technologien die schnelle Einführung innovativer, spezifischer Fahrzeugfunktionen, die auf bestimmte Kundensegmente und Flotten zugeschnitten sind. Softwarekonfigurierbare Fahrzeugnetzwerke, SOA, Microservices und containerisierte Anwendungen beschleunigen die Entwicklung, Bereitstellung und Integration domänenübergreifender Funktionen. So können OEMs beispielsweise Flottenbetreibern die Möglichkeit bieten, automatisch Höchstgeschwindigkeiten festzulegen und durchzusetzen,
wenn Fahrzeugsensoren nasse oder vereiste Fahrbahnbedingungen erken-nen, um ein sicheres Fahrverhalten zu fördern. Sie können auch Funktionen hinzufügen, um die Motor- und Bremseneinstellungen auf intelligente Weise an die geografischen Bedingungen anzupassen, unter denen einzelne Flottenfahrzeuge betrieben werden.
Nachrüsttelematik im Aftermarket wird überflüssig
Thanks to highly configurable and event-driven data collection, OEMs can offer customized connected services that meet the diverse operational and business requirements of various fleet customers. For example, data collection and storage policies can be dynamically configured. This enables OEMs to meet the specific requirements of individual customers regarding driver training, processing of insurance claims, or adherence to vehicle-specific maintenance schedules and thresholds.
Flottenbetreiber rüsten Fahrzeuge häufig mit Telematikgeräten, Frachtsensoren und diversen Zusatzsystemen nach. Aufgrund der bisherigen Fahrzeugkonstruktionen sind derartige Aftermarket-Integrationen jedoch komplex und kostspielig. Mit einer flexiblen, softwaredefinierten Architektur können OEMs Aftermarket-Upgrades vereinfachen und rationalisieren. So wird beispielsweise das Hinzufügen von Anhängersensoren zum IVI zu einem simplen Plug-and-Play-Vorgang, der dem Fahrer Einblick in die Anhängelast, den Reifendruck und den Bremsstatus gibt und so die Sicherheit und Betriebseffizienz verbessert.
Innovationen werden Nutzfahrzeugmarkt entscheiden
The commercial vehicle landscape and its wants as well as requirements are evolving rapidly. OEMs must adapt to stay competitive. SDV technologies offer a path to meet the needs of different customer segments, enable unique digital services, and ensure seamless integration with aftermarket solutions. Thanks to the high flexibility and innovative power of SDVs, OEMs can achieve unprecedented added value in a dynamic and fast-growing market.
Neue Funktionen werden aufgespielt
Vehicle functions and services can be quickly and targetedly adjusted not only during ongoing production but also after delivery. By enabling new and diverse data-driven services as well as specific features for particular target groups, manufacturers can unlock new revenue streams. At the same time, such tailored and connected solutions, precisely aligned with the needs of fleet operators and individual users, improve customer satisfaction. Not least, modular architectures and automated software updates enable simplifications of production and maintenance processes. This reduces costs for both OEMs and their customers and strengthens competitiveness in