Una filiale di Knorr-Bremse presso la sede centrale di Monaco di Baviera. | Foto: Knorr-Bremse.
Una filiale di Knorr-Bremse presso la sede centrale di Monaco di Baviera. | Foto: Knorr-Bremse.
2025-08-26

Per lo sviluppo di componenti, tra cui per i camion ad alta automazione (HAD – Highly Automated Driving), un grande produttore giapponese di veicoli ha ordinato da Knorr-Bremse sistemi di sterzo e frenatura per i livelli di automazione 2 e 4. Sono destinati all'impiego su veicoli pesanti e medi pesanti per i mercati in Giappone, Sud-est asiatico e negli USA. Secondo una comunicazione del gruppo di Monaco, l'ordine ammonta a un volume complessivo nell'intervallo inferiore delle centinaia di milioni di euro. La consegna dovrebbe iniziare nel 2028.

Si tratta dell'equipaggiamento corrispondente per circa 1.100 veicoli commerciali, nonché di sistemi di frenatura e sterzo L2 per l'attività di serie degli autocarri, si legge. Il livello 2 rappresenta un'automazione parziale, come ad esempio i sistemi di assistenza al mantenimento della corsia. Con il livello 3 il sistema prende il controllo, ad esempio nel traffico intenso o in viaggi monotoni sull'autostrada – di norma limitato a una velocità ridotta. Con il livello 4 si passa già all'alta automazione, che comprende manovre di guida autonome e trasporti hub-to-hub di movimentazione delle merci. Qui un conducente potrebbe ancora intervenire. Lo stadio finale, il livello 5, significherebbe mobilità completamente senza conducente, senza restrizioni.

Knorr-Bremse vuole posizionarsi in prima linea nella gara per la guida di camion ad alto automazione con i suoi componenti, conferma Bernd Spies, membro del consiglio di amministrazione di Knorr-Bremse AG e responsabile della divisione Sistemi per veicoli commerciali. Già ora l'azienda può fornire componenti dei livelli di automazione 2 fino a 4 per

camion in grado di rendere la guida ancora più sicura:

«Con la nostra esperienza nell'attuatori possediamo le competenze necessarie per realizzare sistemi di ridondanza e rendere i nostri clienti in grado di offrire SAE livello 4.»

Che ciò sia possibile è stato dimostrato di recente con successo nel progetto Atlas-L4, secondo Spies. Wie berichtet, wurde im Mai 2025 das 2022 gestartete Atlas-L4-Forschungsprojekt beendet, bei dem insgesamt 12 Projektpartner, darunter auch MAN Truck & Bus, den Einsatz von autonomen Lkw im Straßentransport untersuchten.

Auf dieser Linie, so Spies, wolle man bleiben und das Entwicklungsprojekt mit dem japanischen OEM mit gleicher Konsequenz fortsetzen, auch um in dieser Region mehr Marktanteile zu gewinnen.

«Der Auftrag ist eine großartige Bestätigung für unsere enge und vertrauensvolle Partnerschaft mit dem Hersteller. Gleichzeitig ist dieser Auftrag ein weiterer Beleg für unsere ausgezeichneten lokalen F&E- und Produktionsfähigkeiten und stärkt zudem unsere Marktposition in Japan.»

Nun wird mit den Kunden intensiv über die Möglichkeiten im Bereich Hochautomatisiertes Fahren sowie maßgeschneiderte Redundanzkonzepte verhandelt. Ein Ergebnis davon sei der jetzige Auftragseingang, sagt Nils Bielefeld, Managing Director bei Knorr-Bremse Commercial Vehicle Systems Japan. Die Zusammenarbeit betreffe sowohl das L4-Entwicklungsprojekt wie die Ausstattung der L2-Serienplattform, heißt es.

1.100 Fahrzeuge erhalten Level 4-Ausstattung

Weiter berichtet Knorr-Bremse, dass die Ambitionen zur Vorentwicklung autonomer Nutzfahrzeuge – wie schon die Atlas-L4-Kooperation – im Rahmen eines staatlich geförderten Projekts zum Autonomen Fahren des Level 4 stattfinden. Dabei erhalten insgesamt 1.100 Lkw und Busse das redundante Bremssystem rGSBC (redundant Global Scalable Brake Control) sowie das redundante Lenkungssystem rAHPS (redundant Advanced

Hybrid Power Steering) von Knorr-Bremse. Die speziell für das Level 4 entwickelten Systeme will man dann laut Angaben in schweren Lkw (HDT; Heavy Duty Truck) und Bussen in Japan sowie in mittelschweren Lkw (MDT; Medium Duty Truck) in den USA einsetzen.

Mehrere Komponenten für Level 2-Plattform

Bei der Technologie des Level 2 handelt es sich laut Unternehmensangaben um Komponenten für eine neue Plattform. Knorr-Bremse hat hierfür einen Seriengeschäftsvertrag für das Standard-Lenkgetriebe RCB (Recirculating Ball Steering; Kugelumlauflenkung) sowie das AHPS (Advanced Hybrid Power Steering; elektrohydraulisches Lenkungssystem) abgeschlossen. Davon seien „zehntausende Systeme jährlich“ vereinbart, heißt es. Bestandteil des Vertrags seien auch die Bremssteuerungs- und Luftaufbereitungssysteme GSBC (Global Scalable Brake Control) und GSAT (Global Scalable Air Treatment) sowie Fußbremsmodule. Diese L2-Brems- und Lenkungssysteme sind für Fahrzeuge in den Märkten in und um Südostasien gedacht, darunter auch Japan, Australien und Neuseeland.

Bremssteuerung GSBC

Knorr Bremse hatte 2021 seine neue Bremssteuerung GSBC herausgebracht, die den Nfz-Herstellern bereits den Boden für künftige Fahrerassistenzfunktionen und hochautomatisiertes Fahren bereitete. Mit der Entwicklung wurden mehrere Funktionen auf einer einzigen technischen Plattform gebündelt, so dass trotz mehr Funktionen die Anzahl an Teilen um rund die Hälfte reduziert werden kann. Dabei ermöglicht das modulare Baukastensystem dem Markt auch Varianten. In der damaligen Meldung heißt es dazu: „Für Fahrzeughersteller bedeutet das einen deutlich geringeren Anpassungsaufwand. Ganz gleich, ob es um die Einrichtung eines Standard-ABS für eine Zugmaschine geht oder um ein EBS mit zahlreichen Zusatzfunktionen für ein vielachsiges Spezialfahrzeug.“

Redundant, was kurz etwa „mehrfach abgesichert“ bedeutet, werden Systeme für das hochautomatisierte Fahren konzipiert

(zum Beispiel das Bremssystem rGSBC), um in praktisch fahrerlosen Umgebungen noch mehr Sicherheit bieten zu können. Redundanzarchitekturen für Brems- und Lenkungssysteme sieht das Unternehmen als Schlüsseltechnologien für das hochautomatisierte Fahren (HAD). Redundante Aktuatorik, so vermeldete das Unternehmen im Vorfeld der IAA Transportation 2024, werde „künftig auch abseits des automatisierten Fahrens von elementarer Bedeutung“ sein.

Knorr-Bremse zählt als einer der weltweit führenden Anbieter von Nfz-Komponenten zu den Antreibern von Entwicklungen der Hochtechnologie und sieht sich als spezialisierter Industrieführer im Bereich seiner Marktsegmente. In der Folge wird zum Beispiel auch die Produktion modernster Lkw-Komponenten entsprechend angepasst. So beteiligt man sich als nach eigenen Angaben Weltmarkt- und Technologieführer im Bereich Bremssysteme nicht nur an prominenten Projekten wie Atlas-L4.

Das 120 Jahre alte Unternehmen mit seinen rund 32.000 Mitarbeitern an 100 Standorten in 30 Ländern bereitet zum Beispiel aktuell auch sein Leitwerk in Niederbayern auf die Herstellung von Hochtechnologie-Komponenten vor. Zudem werden in letzter Zeit verstärkt die Aktivitäten rund um den asiatischen Kontinent ausgebaut. In Indien erweiterte der Konzern entsprechend bereits vor zwei Jahren sein Technologiezentrum, und erst vor Kurzem wurde gleichfalls in Indien ein eigenes KI-Center eröffnet, das mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz die weltweiten Betriebsabläufe auf Vordermann bringen soll.

Wie angekündigt wird das aktuelle Vorhaben nicht nur die gesamte südostasiatische Region abdecken, sondern auch seinen Einflussbereich in den USA im Bereich Zukunftstechnologien stärken. Das Unternehmen selbst bringt sein globales Standing mit folgenden Worten zum Ausdruck: „Knorr-Bremse ist einer der erfolgreichsten deutschen Industriekonzerne und profitiert von den wichtigen globalen Megatrends: Urbanisierung, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und