El grupo tecnológico Voith de Heidenheim y el renovador de autobuses diésel de Turingia, To Zero, han convertido conjuntamente de un autobús de viaje operado de forma convencional en uno eléctrico. Uno de los primeros proyectos de retrofit para autobuses de viaje en Alemania, según la información, fue encargado por la empresa de autobuses Erdinger Scharf OHG.

El TZ-S eCoach, autobús eléctrico de la tradicional Erdinger Omnibusunternehmen Scharf OHG. | Foto: Voith.
El TZ-S eCoach, autobús eléctrico de la tradicional Erdinger Omnibusunternehmen Scharf OHG. | Foto: Voith.
2025-08-20

Voith, como corporación tecnológica que opera a nivel mundial, ofrece soluciones en tecnología de accionamiento y componentes para centrales hidroeléctricas y la industria papelera. La tecnología de accionamiento se ocupa de soluciones para diversas industrias pesadas como la construcción y la minería, en relación con la movilidad, entre otros con diferentes propulsores para camiones, autobuses y vehículos todo terreno. Junto con el fabricante de vehículos To Zero Electric Vehicles de Rausdorf/Erfurt y en nombre de la Erdinger Omnibusunternehmens Scharf, el experto en accionamiento con 158 años de historia empresarial ha convertido ahora un autobús de viaje diésel a la movilidad eléctrica. El autobús de viaje eléctrico del tipo TZ-S eCoach es, según un comunicado, uno de los primeros proyectos de retrofit de este tipo en Alemania. La parte de planificación técnica y ejecución fue asumida por To Zero; de Voith llegó el sistema de propulsión eléctrico VEDS (Voith Electrical Drive System).

Bei der Umrüstung wird der bisherige Dieselmotor mit Getriebe durch das speziell auf die Anforderungen von Reisebussen zugeschnittene VEDS ersetzt. Der E-Motor soll eine Spitzenleistung von 410 kW (etwa 557 PS) erreichen – und damit sogar mehr Power als der

originale Verbrenner zur Verfügung stellen. Den Angaben zufolge arbeitet das System bereits erfolgreich in elektrischen Neufahrzeugen und wurde "schon mehrfach für seine Effizienz und Nachhaltigkeit ausgezeichnet". Die Leistung steht über den gesamten Drehzahlbereich verzögerungsfrei zur Verfügung, heißt es – was für zügige Beschleunigung und sicheres Überholen auf der Autobahn sorge.

„Zudem zeichnet sich unser VEDS durch seine hohe Effizienz und Zuverlässigkeit aus. Allesamt Eigenschaften, die es bereits in anderen Retrofit-Projekten bewiesen hat. Erst jüngst beispielsweise bei der Transdev-Gruppe in Schwäbisch Hall“,

sagt Holger Seefelder, Vice President Sales EMEA bei Voith.

Batteriepaket mit 420 kWh Kapazität

Zweiter entscheidender Faktor für eine Umrüstung ist die Batterietechnik. Im umgerüsteten Bus stellt ein Batteriepaket mit insgesamt 420 kWh Kapazität die benötigte Energie für hohe Reichweiten zur Verfügung. Es besteht aus mehreren Modulen, die im Fahrzeug dort ihren Platz finden, wo zuvor der Dieselantriebsstrang und die Peripherie waren: Ein Teil der Batterieeinheiten wandert in den ehemaligen Motorraum im Heck, ein weiterer Teil nutzt einige Abschnitte des Gepäckraums, beschreibt Voith das Konzept.

„Wir haben das Packaging so optimiert, dass weder der Fahrgastraum beeinträchtigt wird noch das Gepäckvolumen drastisch sinkt. Sowohl die Sitzplätze als auch die Zuladung bleiben

dementsprechend nahezu vollständig erhalten“,

meint Michael Pfeffer, CEO und Gründer von To Zero.

Assistenz- und Sicherheitssysteme bleiben voll funktionsfähig erhalten

Ebenfalls wichtig: Die bestehenden Assistenz- und Sicherheitssysteme des TZ-S eCoach Elektrobus – von ABS und Spurassistent bis zum Notbrems- und Abbiegeassistenten – sollen nach dem Umbau voll funktionsfähig erhalten bleiben. Der Reisebus erfüllt demzufolge also weiterhin alle gesetzlichen Vorgaben, bietet den gewohnten Fahrgastkomfort sowie ausreichend Reichweite für den Reisealltag.

„Und nicht zuletzt bringt das Retrofit viele weitere nachhaltige und wirtschaftliche Vorteile gegenüber einem Neukauf. Beispielsweise schont es wertvolle Ressourcen, spart Investitionskosten und umgeht das Verfügbarkeitsproblem beziehungsweise lange Lieferzeiten“,

betonen Martin und Andreas Scharf, Inhaber und Geschäftsführer von Scharf Reisen. Damit seien die strengen Vorgaben der Clean VEhicles Directive (CVD) und der deutschen Klimaziele im Verkehrssektor erfüllt.

Über die Voith Group

Gegründet 1867 ist Voith heute mit rund 22.000 Mitarbeitern, 5,2 Milliarden Euro Umsatz und Standorten in über 60 Ländern der Welt eines der großen Familienunternehmen Europas. Der Konzernbereich Voith Turbo ist als Teil der Voith Group mit den weiteren Sparten Wasserkraft und Papierherstellung auf Antriebstechnik und maßgeschneiderte Serviceleistungen spezialisiert.

Über To Zero

Das thüringische Unternehmen hat sich zur Aufgabe gemacht, Dieselbusse

auf elektrischen Antrieb umzurüsten und dafür ein spezielles, TÜV-zertifiziertes Umrüst-Kit entwickelt. Bis 2030, so argumentiert das Unternehmen für den Umbau, müssen laut dem EU Green Deal und dem deutschen Klimaschutzgesetz mindestens 48 Prozent der Busflotten emissionsfrei sein. Das heißt konkret 38.000 Busse alleine in Deutschland, um dem Ziel "CO2-Reduzierung von 55 Prozent" näher zu kommen. Doch so viele E-Busse lassen sich bis dahin laut To Zero gar nicht fertigen: höchstens ein Viertel seien bis dahin laut Busherstellern produzierbar.

Nun hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, wenigstens 5.000 Busse bis 2028 zu elektrifizieren. Zu den entsprechend behandelten Busmodellen mit einer Reichweite von etwa 400 Kilometern zählen Versionen der Marken MAN, Mercedes-Benz und Setra. Eine nur wenige Wochen beanspruchende Umrüstung, so betont To Zero, kostet etwa die Hälfte eines neuen E-Busses, senkt die Betriebskosten um bis zu 50 Prozent – und dazu sind 80 Prozent der Kosten förderfähig. Weitere Vorteile: durch Weiternutzung von Bestandsfahrzeugen würden Ressourcen geschont, es seien längere Betriebszeiten und weniger Wartungsaufwand zu verzeichnen und der Antrieb sei um 75 Prozent effizienter als eine Diesel-Version. Das Umrüst-Unternehmen verspricht schnelles Laden: 300 Kilometer Reichweite seien bereits nach weniger als einer Stunde